Ok, die Medien sind zwar privat (="unabhängig"), aber oft im Besitz von schwerreichen Mogulen, welche ihre Agenda verfolgen und z.T. sehr sehr nahe am weissen Haus sind. Zudem werden gemässigtere Zeitungen/Medien von der Regierung auch mit den proffesionellste und faktenbasierten Recherchen in jedem Atemzug als Fake News betitelt und Journalistien, welche nicht in die Meinung der Regierung passen zum Teil ausgeschlossen (siehe Pentagon).
Zudem gibt es auch ein Kabinettmitglied, welches bei FOX über 10 Jahre arbeitete und nun Verteidigungs.. äh Kriegsminister ist. Die Medien sind overall vielleicht kritischer, aber eben auch z.T. mehr gesteuert um gewisse Interessen zu vertreten und somit kritischer gegenüber anderer politischer Ausrichtungen, aber weniger gegenüber der Eigenen und daher weniger unabhängig. Die Verbandelung Medien mit Politik ist in den USA bestimmt grösser als hier, wobei man natürlich in den USA auch +/- nur 2 relevante politische Richtungen supporten kann, was dem Ton und dem Journalismus aus meiner Sicht eher nicht gut tut.
Zudem wird schon versucht von der Politikseite gewisse Medien, welche nicht ins eigene Programm passen zu limitieren, siehe FCC Entscheide betreffend Late Night Shows.
Der Auswuchs davon ist, dass immer mehr oder weniger renomierte Journalisten in unabhängige Medienkonstrukte oder in die Selbstständigkeit übergehen und ihre eigenen unabhänigen Artikel online zu veröffentlichen, sei es über Substack oder eigenen Webauftritten meist verbunden mit Social Media, Youtube und so um Reichweite zu erlangen.
Natürlich ist auch bei uns nicht alles super Faktenbasiert, aber jetzt auf das Thema Fischer zurückzukommen, ist die Veröffentlichung Fischer's Vergangneheit faktenbasiert und entspricht vollständig der Wahrheit. Man muss dies nicht beurteilen, ob einem die Fakten gefallen oder nicht, solange sie relevant für die Öffentlichkeit sind, sollten man es nach gründlicher Absicherung veröffentlichen. Da gibt es sicherlich auch mal Fehler von allen Medien, und dafür haben wir eine Aufsicht, wo man das melden kann.
Das Ausschlachten und Geschichten kreieren, gehört für mich dann eher in die Boulevardecke, Clickfang und Polemik. Der Anstoss war aber journalistisch einwandfrei.