Gutes Interview mit Schödi:
Artikel: «Unsere Torproduktion ist zu niedrig»
Quelle: Klotener Anzeiger, 12.03.2026
1. Saisonbilanz und Klassenerhalt
Der EHC Kloten beendete die Qualifikation der National League auf dem 12. Platz und konnte damit ein Play-out gegen HC Ajoie vermeiden. Der Klassenerhalt stand bereits vor dem letzten Spiel fest, unter anderem dank eines 2:1-Siegs nach Verlängerung gegen den HC Lugano.
Sportchef Ricardo Schödler zeigte sich erleichtert über den gesicherten Ligaerhalt, betonte aber, dass dies nicht das eigentliche Ziel des Clubs sei. Kloten wolle künftig wieder um die Play-ins (Top-10) kämpfen. Dafür müsse das Team mindestens vier andere Mannschaften hinter sich lassen – ein ambitioniertes, aber realistisches Ziel.
2. Hauptproblem der Saison: Zu wenig Tore
Das grösste sportliche Defizit der Saison sieht Schödler in der zu geringen Offensivproduktion.
Zusätzlich stellte Kloten – wie auch der SC Bern – keinen Spieler mit mindestens 30 Skorerpunkten.
Schödler folgert daraus klar:
Er schätzt, dass 15–20 zusätzliche Tore wahrscheinlich ausgereicht hätten, um die Play-ins zu erreichen – vorausgesetzt, die Defensive hätte sich nicht verschlechtert.
3. Rolle der ausländischen Spieler (Imports)
Ein weiterer wichtiger Faktor ist laut Schödler die Produktivität der ausländischen Stürmer. Im Vergleich zu finanziell ähnlich aufgestellten Clubs wie
sei der Punkte-Output der Imports in Kloten unterdurchschnittlich gewesen.
Trotzdem betont Schödler, dass Spieler nicht nur nach Skorerpunkten beurteilt werden dürfen, da auch andere Rollen im Team wichtig sind.
4. Unterschiede zwischen den National-League-Klubs
Schödler beschreibt unterschiedliche Teamstrategien innerhalb der Liga:
Ziel sei eine homogene Mannschaft, in der jeder seine Rolle erfüllt.
5. Transfer- und Kaderplanung
Für die nächste Saison sind mehrere Personalfragen offen.
Imports
Eine sechste Importposition ist noch nicht vergeben. Kandidaten aus dem aktuellen Kader sind:
Nicht mehr Teil der Planungen ist dagegen:
Ein Transfer eines Spielers aus der IIHF Ice Hockey World Championship (die 2026 teilweise in der Schweiz stattfindet) gilt als unwahrscheinlich, da solche Spieler für Kloten finanziell kaum realisierbar seien.
6. Schweizer Spieler und Torproduktion
Einige Schweizer Spieler sollen künftig mehr Tore liefern.
Wichtige Offensivspieler:
Neue Hoffnungsträger aus Lausanne HC:
Der Abgang von Axel Simic (zweitbester Schweizer Torschütze) wird zwar bemerkt, doch Schödler relativiert dessen Bedeutung, da Simic nicht konstant viele Punkte erzielt habe.
7. Bedeutung von Neuzugang Arttu Ruotsalainen
Besonders wichtig für die Offensivsteigerung soll der finnische Rückkehrer sein:
Er spielte zuletzt eine zentrale Rolle beim Champions-League-Sieger Frölunda HC und habe sich als Spieler stark weiterentwickelt. Schödler erwartet, dass er ein Schlüsselspieler für die Offensive wird.
8. Weitere Personalentscheidungen
Weitere Themen im Interview:
Joel Henry
9. Trainer- und Stafffragen
Der bisherige Goalie-Trainer Tim Bertsches verlässt den Verein nach fünf Jahren. Sein Nachfolger steht bereits fest, wird aber erst später bekanntgegeben, da dessen aktuelles Team noch im Wettbewerb steht.
Langfristig könnte der zukünftige Kloten-Torhüter
nach seiner aktiven Karriere eine Rolle als Goalie-Trainer übernehmen.
10. Captain-Frage
Der aktuelle Captain Steve Kellenberger („Chälli“) bleibt bis zum Saisonabschluss offiziell Captain. Für die kommende Saison wurde noch keine Entscheidung getroffen.
Mögliche Modelle:
11. Analyse der Saisonverläufe
Ein weiteres Problem war laut Schödler die fehlende Konstanz:
Entscheidende Punkte gingen verloren gegen:
Auch eine Niederlage gegen die ZSC Lions trotz spielerischer Dominanz wird als Beispiel genannt.
12. Ausblick auf die nächste Saison
Für die kommende Saison verfolgt der Club mehrere Ziele:
Talente mit Entwicklungspotenzial:
Auch Nachwuchsspieler könnten künftig stärker integriert werden.
✅ Kernaussage des Interviews:
Der EHC Kloten hat den Klassenerhalt zwar geschafft, muss aber vor allem seine Offensivleistung deutlich steigern. Mehr Tore – insbesondere durch Imports und Schlüsselspieler – gelten als entscheidender Faktor, um in der nächsten Saison die Play-ins zu erreichen.
Artikel: «Unsere Torproduktion ist zu niedrig»
Quelle: Klotener Anzeiger, 12.03.2026
1. Saisonbilanz und Klassenerhalt
Der EHC Kloten beendete die Qualifikation der National League auf dem 12. Platz und konnte damit ein Play-out gegen HC Ajoie vermeiden. Der Klassenerhalt stand bereits vor dem letzten Spiel fest, unter anderem dank eines 2:1-Siegs nach Verlängerung gegen den HC Lugano.
Sportchef Ricardo Schödler zeigte sich erleichtert über den gesicherten Ligaerhalt, betonte aber, dass dies nicht das eigentliche Ziel des Clubs sei. Kloten wolle künftig wieder um die Play-ins (Top-10) kämpfen. Dafür müsse das Team mindestens vier andere Mannschaften hinter sich lassen – ein ambitioniertes, aber realistisches Ziel.
2. Hauptproblem der Saison: Zu wenig Tore
Das grösste sportliche Defizit der Saison sieht Schödler in der zu geringen Offensivproduktion.
- Kloten erzielte 117 Tore in 52 Spielen
- Nur HC Ajoie war mit 105 Treffern noch schwächer
- Qualifikationssieger HC Davos erzielte dagegen 191 Tore
Zusätzlich stellte Kloten – wie auch der SC Bern – keinen Spieler mit mindestens 30 Skorerpunkten.
Schödler folgert daraus klar:
Die Torproduktion des Teams ist insgesamt zu niedrig.
Er schätzt, dass 15–20 zusätzliche Tore wahrscheinlich ausgereicht hätten, um die Play-ins zu erreichen – vorausgesetzt, die Defensive hätte sich nicht verschlechtert.
3. Rolle der ausländischen Spieler (Imports)
Ein weiterer wichtiger Faktor ist laut Schödler die Produktivität der ausländischen Stürmer. Im Vergleich zu finanziell ähnlich aufgestellten Clubs wie
- HC Ambri-Piotta
- SCL Tigers
- HC Ajoie
sei der Punkte-Output der Imports in Kloten unterdurchschnittlich gewesen.
Trotzdem betont Schödler, dass Spieler nicht nur nach Skorerpunkten beurteilt werden dürfen, da auch andere Rollen im Team wichtig sind.
4. Unterschiede zwischen den National-League-Klubs
Schödler beschreibt unterschiedliche Teamstrategien innerhalb der Liga:
- HC Ambri-Piotta setzt stark auf ausländische Spieler („all in“), hat aber weniger starke Schweizer.
- HC Ajoie verfügt fast ausschliesslich über Imports.
- Kloten wolle dagegen eine ausgeglichene Mischung aus:
- jungen Spielern
- erfahrenen Schweizern
- einigen starken Ausländern
Ziel sei eine homogene Mannschaft, in der jeder seine Rolle erfüllt.
5. Transfer- und Kaderplanung
Für die nächste Saison sind mehrere Personalfragen offen.
Imports
Eine sechste Importposition ist noch nicht vergeben. Kandidaten aus dem aktuellen Kader sind:
- Robert Leino
- Pontus Åberg
Nicht mehr Teil der Planungen ist dagegen:
- Tyler Morley
Ein Transfer eines Spielers aus der IIHF Ice Hockey World Championship (die 2026 teilweise in der Schweiz stattfindet) gilt als unwahrscheinlich, da solche Spieler für Kloten finanziell kaum realisierbar seien.
6. Schweizer Spieler und Torproduktion
Einige Schweizer Spieler sollen künftig mehr Tore liefern.
Wichtige Offensivspieler:
- Dario Meyer – Topscorer mit 15 Toren
- Mischa Ramel
- Keanu Derungs
Neue Hoffnungsträger aus Lausanne HC:
- Raphael Prassl
- Michael Hügli
Der Abgang von Axel Simic (zweitbester Schweizer Torschütze) wird zwar bemerkt, doch Schödler relativiert dessen Bedeutung, da Simic nicht konstant viele Punkte erzielt habe.
7. Bedeutung von Neuzugang Arttu Ruotsalainen
Besonders wichtig für die Offensivsteigerung soll der finnische Rückkehrer sein:
- Arttu Ruotsalainen
Er spielte zuletzt eine zentrale Rolle beim Champions-League-Sieger Frölunda HC und habe sich als Spieler stark weiterentwickelt. Schödler erwartet, dass er ein Schlüsselspieler für die Offensive wird.
8. Weitere Personalentscheidungen
Weitere Themen im Interview:
Joel Henry
- Joel Henry überzeugte nach der Olympia-Pause
- erhielt ein Vertragsangebot, hat aber noch nicht unterschrieben.
- Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung laufen (aktueller Vertrag bis 2027).
- seine Zukunft ist offen; er könnte bleiben, falls keine bessere Option gefunden wird.
9. Trainer- und Stafffragen
Der bisherige Goalie-Trainer Tim Bertsches verlässt den Verein nach fünf Jahren. Sein Nachfolger steht bereits fest, wird aber erst später bekanntgegeben, da dessen aktuelles Team noch im Wettbewerb steht.
Langfristig könnte der zukünftige Kloten-Torhüter
- Reto Berra
nach seiner aktiven Karriere eine Rolle als Goalie-Trainer übernehmen.
10. Captain-Frage
Der aktuelle Captain Steve Kellenberger („Chälli“) bleibt bis zum Saisonabschluss offiziell Captain. Für die kommende Saison wurde noch keine Entscheidung getroffen.
Mögliche Modelle:
- Entscheidung durch Sportchef
- Entscheidung durch Vereinsführung
- Mitsprache der Mannschaft
11. Analyse der Saisonverläufe
Ein weiteres Problem war laut Schödler die fehlende Konstanz:
- Kloten startete nach 10 Spielen noch auf Rang 8
- danach rutschte das Team kontinuierlich ab
Entscheidende Punkte gingen verloren gegen:
- HC Ajoie
- HC Lugano
- SCL Tigers
Auch eine Niederlage gegen die ZSC Lions trotz spielerischer Dominanz wird als Beispiel genannt.
12. Ausblick auf die nächste Saison
Für die kommende Saison verfolgt der Club mehrere Ziele:
- Steigerung der Torproduktion
- Weiterentwicklung des Spielsystems
- Integration junger Spieler
Talente mit Entwicklungspotenzial:
- Leandro Hausheer
- Noah Delémont
- Rafael Meier
- Simon Meier
Auch Nachwuchsspieler könnten künftig stärker integriert werden.
✅ Kernaussage des Interviews:
Der EHC Kloten hat den Klassenerhalt zwar geschafft, muss aber vor allem seine Offensivleistung deutlich steigern. Mehr Tore – insbesondere durch Imports und Schlüsselspieler – gelten als entscheidender Faktor, um in der nächsten Saison die Play-ins zu erreichen.