Presseschau

aus dem Online-Tagi:
Dominic Duss
Publiziert: 18.09.2021, 22:47

EHC mit weiterem Heimsieg
Kloten fährt den ersten Vollerfolg ein


Coach Jeff Tomlinson stellt seine Linien um, worauf die Flughafenstädter den HC Thurgau 5:2 bezwingen. Ihr zweiter Heimauftritt ist allerdings nicht durchs Band überzeugend.
Vor eigenem Anhang gab sich Kloten gegen Thurgau keine Blösse. Nach 35 Minuten und dem 5:1 durch Patrick Obrist war die Partie vorzeitig entschieden. Kurz vor der zweiten Pause verkürzten die Gäste während ihrer ersten Überzahl zwar noch. Dennoch zeichnete sich ab, dass die Flughafenstädter nichts mehr anbrennen lassen würden. Zu abgeklärt spielte der EHC bis dahin, zu wenig war vom Gegner gekommen.
Vor allem im Mitteldrittel hatte Kloten die Marschrichtung vorgegeben. Die Frage war nur noch, wie hoch das Heimteam siegen würde. Und, ob Doppeltorschütze Obrist, der bereits im Startdrittel das 2:0 erzielt hatte, ein Hattrick gelingen würde. Nein, eine wirkliche Chance dazu bot sich dem Österreicher nicht mehr.
Im Schlussabschnitt liess Kloten etwas gar früh nach. «Und wir kassierten blöde Strafen», sagt Andri Spiller nach Spielende. Diese wurden zwar schadlos überstanden und der EHC siegte 5:2. Ganz zufrieden ist der Stürmer aber nicht: «Das Resultat ist nicht schlecht, aber wir hätten einiges besser machen können.» Vor allem im Powerplay habe die Effizienz gefehlt. Eine doppelte Überzahl während 57 Sekunden nutzte seine Mannschaft im letzten Drittel nicht, um die Ostschweizer mit dem 6:2 definitiv schachmatt zu stellen. «Wir liessen zu viele Chancen aus», ist Spiller bewusst.

Für ersten Match gut
Fürs zweite Heimspiel hatte Jeff Tomlinson einige Rochaden vorgenommen. Dass der EHC-Cheftrainer eine auf der Torhüterposition vornahm und diesmal auf Sandro Zurkirchen setzte, kam wenig überraschend. Etwas mehr hingegen, dass der Kanadier erstmals Alexei Dostoinov und Niki Altorfer an der Seite von Eric Faille stürmen liess. Robin Figren und Marc Marchon beorderte er aus der ersten in die zweite Reihe, in der sie mit Andri Spiller aufliefen. «Für den ersten Match war unser Zusammenspiel gut», lautet Spillers Fazit, nachdem der zweite Heimsieg im Trockenen ist.
Die Veränderungen wirkten sich positiv aus, jedenfalls in Form von Torerfolgen. Erstmals in dieser Saison legten die Flughafenstädter vor. Spiller versenkte im ersten Powerplay einen Querpass von Jorden Gähler per Direktschuss. Auf das 2:0 in der 13. Minute – Obrist stand im Slot goldrichtig, um die Vorlage von Dario Meyer einzuschieben – fand Thurgau zwar prompt eine Antwort. Doch Kloten stellte ebenso rasch auf 3:1. In Überzahl profitierte Faille von einem Abpraller. Es war der fünfte Saisontreffer des kanadischen Topscorers.

Mit Druckmachen nachgelassen
Noch vor der ersten Pause bejubelten die Unterländer ihren vierten Treffer. Und was für einen: Obrist eroberte sich an der gegnerischen blauen Linie den Puck und lancierte Meyer, der Torhüter Rüegger keine Abwehrchance liess. Für seine beiden Tore und seinen herrlichen Assist wurde der Österreicher zurecht als Best Player ausgezeichnet und von den Fans als Matchwinner gefeiert.
Bei Thurgau wogen die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden ausländischen Schlüsselspieler Palmberg und Spannring schlicht zu schwer. Kloten hätte daher höher gewinnen können, ja gar müssen. Darauf angesprochen entgegnet der 1:0-Schütze: «Egal, ob wir 5:2 oder 2:0 siegen, wichtig ist, dass wir ein gutes Spiel spielen.» Das war gegen den HCT nach drei nervösen Startminuten der Fall, doch im letzten Abschnitt agierten die Klotener phasenweise zu passiv und machten nicht mehr so viel Druck, wie es ihr Coach sehen will.
 
aus dem Online-Tagi:
Dominic Duss
Publiziert: 21.09.2021, 22:45

Erster EHC-Auswärtssieg der Saison
Kloten holt die Punkte im Tessin mühelos ab
Ihrer Favoritenrolle werden die Flughafenstädter gegen die Ticino Rockets gerecht. Sie erzielen sieben Treffer und kassieren nur einen – trotz haufenweise Strafen.

Der Favorit war phasenweise so überlegen wie seine angereisten Fans akustisch. Das zeigte sich insbesondere bei Strafen, von denen die Klotener zu viele kassierten. Doch sie liessen kaum Schüsse auf Dominic Nyffeler zu, der diesmal das EHC-Tor hütete.
Erst während der sechsten Unterzahl kurz vor der zweiten Pause musste er sich geschlagen geben, bei Drei gegen Vier. Kloten führte da bereits hoch, Steve Kellenberger hatte in der 27. Minute zum 5:0 eingeschossen. Die Null bis dahin war Nyffeler zu verdanken, der beim Stand von 2:0 einen durch Robin Figren verschuldeten Penalty parierte.
Figren machte seinen Fehler mit einem Doppelschlag wieder gut. Nur acht Sekunden dauerte das erste Powerplay Klotens, ehe er erhöhte. Auch sein dritter Saisontreffer war schön herausgespielt. Ebenso das 1:0 durch Alexei Dostoinov, der per Direktschuss erstmals für Kloten reüssierte, und der nächste Streich von Topskorer Eric Faille. Der Kanadier erwischte Goalie Fadani nach schnellem Vorstoss zwischen den Schonern.

Marchon und Kellenberger legen nach
Kloten lief nie Gefahr, den klaren Vorsprung noch herzugeben, zumal die bislang punktlosen Tessiner zu verunsichert agierten. Schliesslich bejubelte auch noch Marc Marchon seinen ersten Saisontreffer, ehe Figren seinen starken Auftritt krönte. Von der Strafbank kommend lieferte er Kellenberger die Vorlage zum 7:1, mit dem der Stürmer gleich seine ersten zwei Torerfolge der Saison feierte und das für die Partie den vorzeitigen Schlusspunkt bedeutete.
Wie schon für das letzte Heimspiel gegen Thurgau hatte Jeff Tomlinson neben der Goalie-Rochade auch diesmal Umstellungen an seinen Reihen vorgenommen. Da Rihards Melnalksnis von den SCL Tigers aufgeboten worden war, liess der Trainer Kellenberger anstelle des Letten als Center im dritten Block zwischen Dario Meyer und Patrick Obrist stürmen. Im vierten setzte er zudem Mischa Ramel neben Juraj Simek und Mattia Hinterkircher ein. Und der erst 16-jährige Verteidiger David Reinbacher durfte in der Swiss League debütieren.
Eine weitere Premiere gab es für den EHC: Zum ersten Mal in dieser Saison kassierte er nur ein Tor – und im Startdrittel gar keines. Nun ist sind die Flughafenstädter seit drei Runden ungeschlagen und punktemässig an die Spitzenteams herangerückt.
 
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