Da ist teilweise etwas gar viel Sozialromantik in den Beiträgen.
Würde das strukturelle Defizit (und ich glaube nicht, dass der EHC Kloten jemals selbsttragend sein wird) nicht von Schibli gedeckt, gäbe es mittelfristig keinen EHC Kloten mehr. In der Swiss League wäre die ganze Sache noch viel defizitärer, als in der NLA A. Hat man die Jahre unter Schälchli gesehen. Und ein Mittelfeldclub in der Swissleague zu sein wird finanziell auch nicht funktionieren. Siehe z.B. Winterthur. Kein Mensch würde sich für ein solches Produkt interessieren. Da wäre die Sog-Wirkung vom ZSC und vom restlichen sportlichen und kulturellen Angebot im Grossraum Zürich viel zu gross. Auch die Juniorenbewegung wäre mittelfristig gefährdet. Aktuell ist Kloten ein interessantes Pflaster, weil die Promotion in die erste Mannschaft, als NLA-Spieler, möglich ist.
Und die Abhängigkeit von einem Mäzen zu kritisieren. Natürlich, Schibli wäre wohl der Erste, der das auch gut finden würde... Und ist ja glücklicherweise nicht so dass Schibli ein Luftschloss aufbaut, mit sehr grossem Defizit. Und wenn er dann einmal keine Lust mehr auf das Spielzeug hat, das Defizit so gross ist, dass niemand mehr einsteigen will. So wie damals bei den US/CAN-Investoren oder nach Gaydoul.
Mit Schibli haben wir jemanden, der das irgendwie bodenständig, mit gutem Augenmass angeht. Auch volksnah ist.
Aber natürlich: mein reines Fan-Herz hätte es auch lieber, wenn Kloten immer vorne mitspielen könnte. Geld kein Thema wäre. Aber das ist es halt nicht. Wenn der Club langfristig in der NLA überleben soll ist die Kohle ein wichtiges Thema.
Aber natürlich: wie schön war das damals, als der EHC Kloten bzw. das Defizit des EHC Kloten eine kleine Budgetposition in der Marketingabteilung der Swissair war. Bestenfalls die Dezimalrundung des Geschäftsberichts der Swissair beeinflusste. Ja, das waren noch Zeiten, damals...