11.2.2020 EHC Kloten - EHC Visp

#41
Zürich Unterländer
«Zäme gjublet und Dräck gfrässe, das Kämpferherz blibt unvergässe». Diesen schönen Reim präsentierten die Stehplatzfans dem Spieler, der gestern im Mittelpunkt stand: Romano Lemm. Er absolvierte seinen 709. Match für Kloten, kein Spieler hat mehr Partien für den Club absolviert als der Routinier. Bei 706 steht der frühere Rekordmann Reto Pavoni, bei 704 Torjäger Roman «Limi» Wäger.
Lemm wurde vor dem Match von den Zuschauern gefeiert. Auf dem Videowürfel wurde er von ehemaligen Teamkollegen beglückwünscht, sogar Kimmo Rintanen und Tommi Santala meldeten sich zu Wort, auch aus der Kabine der ZSC Lions traf ein Beitrag ein. Der 35-Jährige bekam vom Club ein Abschiedsspiel geschenkt, dass dann einmal nach «Lembos» Karrierenende stattfinden wird. Er hat das mehr als verdient.

Vom Teamkollegen getroffen
Das Lemm-Festspiel aber geriet nicht nach Wunsch. Nicht nach den Erwartungen Klotens, nicht so, wie der Mann im Mittelpunkt gerne gefeiert hätte. Romano Lemm begann als Center für den geschonten Éric Faille, er spielte Powerplay, er kam zu Abschlüssen. Doch er hatte kein Glück.
Und später kam auch noch Pech dazu. Denn nach 25 Minuten war das Spiel für den Gefeierten zu Ende. Mit Schmerzen musste er vom Eis. Getroffen von einem Schuss seines neuesten Teamgefährten. Per Svensson, der Verteidiger, der anstelle Failles auftrat und seinen ersten Match für den EHC absolvierte, zog von der blauen Linie ab. «Das war wirklich schade, ich hoffe, dass ihm nichts Schlimmes passiert ist», sagte der 31-Jährige. Der Puck wurde von einem Gegner noch abgelenkt und traf Lemm seitlich am Hals. Eine erste Diagnose ergab für den Mann, der jahrelang seine Knochen hingehalten hat, nichts Böses. Zur Sicherheit aber wurde gestern Abend noch geröntgt.
Svenssons Debüt gelingt gut
Zufrieden konnten die Klotener mit dem letzten Qualifikationsspiel nicht sein. «Wir waren im ersten Drittel nicht gut, im zweiten sogar noch ein bisschen schlechter», kritisierte Trainer Per Hanberg. Er nahm nach dem 1:2 kurz nach Spielmitte sein Timeout, es bewirkte für einmal keine Besserung. Erst im letzten Drittel trat Kloten so auf, wie man das von einem Leader erwarten kann, der im Playoff etwas erreichen will. Hanberg reduzierte – und das tut er selten genug – sogar auf drei Linien, um mehr Druck zu erzeugen. «Wir waren unter unserem normalen Niveau», sagte der Coach. Die Einstellung von gestern hat ihm nicht gepasst.
Per Svensson bekommt in seinem ersten Match für Kloten am meisten Eiszeit - und setzt prompt die meisten Checks seines neuen Teams. Bild: Leo Wyden
Zufrieden war der Klotener Chefcoach dafür mit dem Debüt von Per Svensson. Er hatte mit über 20 Minuten am meisten Eiszeit von allen, «40 Prozent der Checks wurden von ihm gesetzt», sah Hanberg. Der neue Schwede selber urteilte über seinen ersten Auftritt: «Es war o.k., aber im nächsten Match muss es besser werden.» Er meint damit sich selber und die Mannschaft. «Gegen Thurgau will ich eine bessere Leistung sehen», fordert auch der Coach.
Noch immer kompfortabler Vorsprung
Verfolger Ajoie schlug La Chaux-de-Fonds 5:1. Die um 17 Tore bessere Goaldifferenz sollte noch immer reichen, damit Kloten als Nummer 1 ins Playoff geht. Selbst wenn Kloten am Samstag nochmals so minimalistisch auftritt wie gestern. Doch das wollen Trainer und Team vermeiden. Thurgau hat sich derwel mit einer 3:6-Niederlage In Biasca aus dem Kampf um Platz 4 verabschiedet, den Visp nun definitiv besetzt. Platz 7 geht an die GCK Lion oder an La Chaux-de-Fonds.
 
#42
Naja Massengerangel... floss kein Blut oder so, da wurde von den Refs ein Wenig übertrieben mit den Strafen.
Aber vielleicht gar nicht so schlecht in diesem "unwichtigen" Spiel die Emotionen bisschen rauszunehmen..

Sonst naja.. ziemliches scheiss Spiel, habe mir da mehr erhofft 1 Woche vor den Playoffs, aber wie erwähnt, wurde da wild zusammen gewürfelt und vermutlich auch einiges ausprobiert, auch gezwungenermassen.. warum Chälli in der Verteidigung spielte, war für mich aber ein Rätsel, vielleicht sucht Pelle mehr Push von hinten raus.

Svensson mit extra viel Eiszeit war zu erwarten, fand ihn OK, aber nach einem Spiel schwierig zu beurteilen.. denke seine Handgelenk Schüsse von der blauen Linie könnten noch gefährlich werden, wenn man vor dem Tor richtig arbeitet. Gstabig wirkt glaube ich praktisch jeder 1.92 Mann auf dem Eis, der nicht gerade 130kg wiegt. Sicherlich brauchbar und wohl auch neben dem Eis ein Leader, aber an F&F kommt nichts vorbei.
 

Creep

Stammspieler
#43
warum Chälli in der Verteidigung spielte, war für mich aber ein Rätsel, vielleicht sucht Pelle mehr Push von hinten raus.
ich habe das so interpretiert, dass man wohl kälin etwas aus der schusslinie nehmen wollte, nachdem er bei mindestens zwei gegentoren auf dem eis und eher etwas im schilf stand. kann auch sein, dass stämpfli nicht zu ende gespielt hat.

trotz der verdienten niederlage hatte der abend für mich zwei positive punkte:
- die ehrung von lemm hatte stil, da haben wir schon weitaus schäbigeres gesehen. auch dass hanberg dort steht, zeugt von klasse.
- für gian janett alleine lohnt sich jeweils der eintritt schon, einfach immer eine augenweide mit welcher scheinbaren lockerheit und agilität er die aufgaben bewältigt und nie ins schwimmen gerät. im vergleich zu kälin ist er trotz vermeitlicher körperlicher defizite meilenweit voraus.
 
Zuletzt bearbeitet:

fredyy

Hockeygott
#44
Lemm scheint sich nicht ernsthaft verletzt zu haben. Laut Teamstatus, heute Donnerstag aktualisiert, sind alle Spieler fit.
 
#45
Wenns ihn schlimmer getroffen hätte, wäre er wohl nicht so leicht rausgefahren, wohl eine reine vorsichts Massnahmen da Kopf-/Nackenbereich und bei Lemm speziell mit seiner Vergangenheit. Bin froh ist da nichts Schlimmeres.. er könnte da eine nicht ganz unwichtige Rolle spielen im Team. :)

Ich denke, diese Liste wird nun auch nicht mehr aktualisiert in den Playoffs, daher kann durchaus noch einer angeschlagen oder sogar verletzt sein. Man spielt da wohl (zurecht) ohne offenen Karten, was die medizinische Abteilung betrifft.
 
Oben